Klimatherapie Israel - Patientenstatements
 

 

             

Christiane Herzog

Dead Sea CF-Climate Therapy Center

           Stationäre Rehabilitation bei Mukoviszidose am Toten Meer

 

 

  

Leserbrief zur Klimatherapie Israel Familie Gerstner-Scheller
 

Sehr geehrte Frau Staudter, sehr geehrter Vorstand von cfi-aktiv e.V.,

auf unserer Klimakur in Israel habe ich erfahren, dass diese Kur maßgeblich von der Christiane Herzog Stiftung und cfi-aktiv e. V. mitgetragen wird. Wir haben das große Glück, dass unsere Krankenversicherung die Kur finanziert. Ich möchte mich aber ganz herzlich für Ihr Engagement bedanken, ohne welches die Kur bestimmt nicht mehr stattfinden könnte. Wie wichtig diese Kur ist, möchte ich Ihnen anhand unserer – für uns bahnbrechenden Erfahrungen berichten.

Wir haben 3 Kinder, davon haben zwei, die sechsjährigen Zwillinge Franz Xaver und Karl Ludwig, mit Mukoviszidose (homozygot Delta 508). Obwohl es Zwillinge sind und der gleiche Gendefekt vorliegt, ist der Krankheitsverlauf völlig unterschiedlich. Karl war von Anfang an unser Sorgenkind, sehr oft waren wir verzweifelt und dachten, wir würden ihn wohl nie groß bekommen. Alles erdenklich Mögliche haben wir unternommen – angefangen bei Physiotherapie, 3-6 mal Inhalation am Tag, Sportanreize durch Kletterturm, Springmatte, Seilbahn im Garten, Trampolin etc., hochkalorische Heilnahrung, von klein auf Schleimmobilisierung durch Pulmozyme, all die vielen Medikamente, die uns von unserer Ambulanz verschrieben wurden und ganz wichtig für uns: Zweimal jährlich Klimaaufenthalte am Meer. 

Dies waren 2 Wochen im Sommer an der Nordsee  (z.B. Borkum) und 2-3 Wochen im Winter in San Augustin auf Gran Canaria.

Während der Klimaaufenthalte ging es Karl immer blendend. Ein aktiver, kleiner Junge, der voller Energie die Welt

erobern will und mit viel Appetit essen kann. Sobald wir jedoch wieder zu Hause waren, hat es nur 3-5 Wochen gedauert und der alte Zustand war wieder erreicht.

Die Kindergärtnerin berichtete uns von einem häufig schon ab ca. 11 Uhr müden, teilnahmslosen Jungen. Vom Kindergarten musste ich ihn dann schon immer mittags abholen. Die Nasenpolypen haben wir trotz Cortisonkur und Nasenoperation nicht in Griff bekommen. Wir waren völlig verzweifelt, da Karl zusätzlich auch noch zu Atelektasen neigt. Mir berichtete dann jemand von ausgezeichneten Kurerfolgen am Toten Meer. Es hat zwei Jahre gedauert, bis wir uns dazu durchringen konnten, diesen Schritt wirklich zu tun. Wegen der politischen Lage, der Entfernung und vor allem wegen der fehlenden offiziellen Erfahrungsberichte des Muko e.V. waren wir sehr skeptisch.

2010 war für uns die erste Kur am Toten Meer. Über den Kurverlauf waren wir zuerst sehr geschockt. In der ersten Woche hat Karl unwahrscheinlich viel Schleim produziert und kam uns richtig krank vor, weil er mehr husten musste als sonst. Unser zweiter Sohn Franz hatte plötzlich in der zweiten Woche Auswurf - von der Farbe her alter Schleim, obwohl wir doch immer dachten, der hat fast nichts.

Nach 2 Wochen waren bei  beiden Jungs die Lungen gereinigt – und Karl konnte sogar wieder komplett durch die Nase atmen. Die Polypen hatten sich tatsächlich ohne OP dort am Toten Meer zurückgebildet. Die dritte Woche brauchten wir zum Regenerieren, Mobilisieren des Thorax, Sport treiben, Atemtechnik üben, essen etc.

Diese Kur am Toten Meer, mit diesem auf der Welt einzigartigen Klima, der tollen Physiotherapie, dem Bewegungs- und Essensangebot brachte bei uns die totale Trendwende. Das Tollste daran ist, dass der Kurerfolg über viele Monate anhält. Bei Franz haben wir das ganze Folgejahr bis heute kein Antibiotikum gebraucht, bei Karl konnten wir es deutlich verringern.

Seit dieser Kur in Israel hat sich Karl zu einem lebensfrohen, sehr aktiven jungen Buben gemausert. Im Kindergarten ist er bis Nachmittags voll dabei und hängt nicht mehr müde abseits herum. Er spielt mit großer Leidenschaft Handball, 

 

 

klettert auf Bäume, buddelt die tiefsten Sandlöcher, erzählt Witze, möchte an Fasching mit der Purzelgarde auftreten und hat diesen Herbst begonnen, Saxonette zu spielen. Seit der „Lungenreinigung“ am Toten Meer, kann Karl viel tiefer atmen. Die Lunge wird bis in Spitzen belüftet und er hat nur noch selten in den Lungenspitzen Schleim hängen, welchen wir aber durch Inhalation, Physiotherapie und Sport lösen können. Er lässt sich viel leichter davon überzeugen, ordentlich zu essen und ist mittlerweile vom Wachstum und Gewicht voll in der Perzentile. Karl hat immer noch Infekte, braucht aber viel seltener Antibiotikum und schafft es vor allem, sich danach wieder zu regenerieren. Wir sind froh, dass wir  seit der Kur nicht im Krankenhaus gelandet sind und sind davon überzeugt, dass dies auch nur der Israelkur zu verdanken ist.

In den Pfingstferien waren wir wieder auf Borkum und jetzt im November 2011 wiederum am Toten Meer. Ohne Zweifel, Borkum ist für unsere Kinder klasse – es ist aber von den längerfristigen Auswirkungen überhaupt nicht mit dem Toten Meer in Israel zu vergleichen. Das gleiche gilt für San Augustin auf Gran Canaria – das Tote Meer wirkt deutlich besser. Kinder haben gute Chancen, dass die Kosten für eine Kur am Toten Meer von der Krankenkasse übernommen werden.

Sehr geehrte Damen und Herren der Christiane Herzog Stiftung und von cfi-aktiv e.V.,  bitte tun Sie auch weiterhin ihr Möglichstes anderen Betroffenen / Eltern davon zu berichten. Bitte unterstützen Sie als Stiftung bzw. Verein die Klimakur in Israel auch weiterhin: Es wäre wichtig, dass sich auch andere Eltern dazu entschließen, daran teilzunehmen.

Auch die anderen Patienten, die schon seit mehreren Jahren diese jährliche Klimakur in Israel besuchen, berichten von der enormen positiven Langzeitwirkung (stabiler Gesundheitszustand, viel weniger Antibiotikum - viele Jahre ganz ohne, seltenste Krankenhausaufenthalte, voll belastbar in Schule und Beruf etc.).

Gemessen an dem enormen Erfolg der Kur nehmen wir die lange Anreise gerne in Kauf. Von der politischen Situation

im Land bekommt man am Toten Meer nichts mit. Während der ganzen Zeit in Israel haben wir uns immer sehr sicher gefühlt – das hatte ich mir von Deutschland aus ganz anders vorgestellt.

Ich weiß nicht, ob wir die psychische Belastung und permanente Anspannung noch lange verkraftet hätten – und jetzt sehen wir eine Chance, alle unsere Kinder groß zu bekommen - nicht als Außenseiter, sondern voll aktiv, mitten im Leben stehend. Karl und Franz sind nun beide stabil und die ganze Familie ist dadurch viel entspannter und lebenslustiger. Die Zuversicht auf neue Medikamente macht uns Mut  – und bis die Medikamente so weit sind, schaffen wir es jetzt auch.

 

Mit freundlichen Grüßen

Michaela Gerstner-Scheller

Im Seegrund 1

97332 Obervolkach

 

 

Infos zur Klimatherapie Israel von Henriette Staudter, Vorsitzende cfi-aktiv e. V.: 

Nähere Infos unter:

www.ip-connections.de oder www.cfi-aktiv.de

Anfragen und Anmeldung an: 

ip connections ohg Elisabeth-zu-Guttenberg-Str.18, 81829 München

Tel.: 089 – 800 74 84 2 Fax: 089 – 800 74 84 1
e-mail: ip-connections@t-online.de 


Publikation:


Ein aufrichtiges Danke an Prof. Griese für die Publikation "Rehabilitationsprogramme für Mukoviszidose" aus dem Jahr 2009, die Sie HIER nachlesen können.

Christiane Herzog Behandlungszentrum für Mukoviszidose, Dr. von Haunersches Kinderspital, Universität München, Lindwurmstr. 4, D-80337 München, Deutschland

Christiane Herzog Dead Sea CF-Climate Therapy Centre & German Medical Centre, Dead Sea, Ein Bokek 86930, Israel 


 
Ergänzung zum Leserbrief von Familie Gerstner-Scheller mit weiteren Infos:  


Ein herzlicher Dank an Frau Gerstner-Scheller für die ausführliche Berichterstattung zu den Reha-Aufenthalten der Familie am Toten Meer.

Gerne möchte ich noch weitere Informationen zu den Klimatherapiekuren anfügen, die cfi-aktiv e.V. als Vermächtnis von Christiane Herzog auch nach ihrem Tod im Jahr 2000 gemeinsam mit ip connections ohg und der Christiane Herzog Stiftung weiterführt.

Zunächst ein Wort zur Historie:

Zusammen mit meinem Sohn Michael (CF) und einer weiteren CF-Patientin aus Baden Württemberg in Begleitung ihrer Mutter, durften wir im Auftrag von Christiane Herzog als erste im Jahr 1995 (2 Wochen nach dem tödlichen Attentat auf den israelischen Ministerpräsidenten Jitzchak Rabin) eine Klimatherapiekur am Toten Meer ausprobieren. Mit akkurat den gleichen Erfahrungen, die Frau Gerstner-Scheller in ihrem Brief beschreibt, sind auch mein Sohn und ich von diesem Aufenthalt zurückgekehrt. Als Mutter der ersten Stunde habe ich damals im Auftrag von Frau Herzog Protokolle für die Krankenkassen von diesem und weiteren Aufenthalten verfasst und Frau Herzog zu den Gesprächen mit den bayerischen Krankenkassen begleitet. 


Auf die unermüdliche Initiative von Frau Christiane Herzog haben die bayerischen Krankenkassen mit ip-connections ohg, München, einen Vertrag über die Übernahme von Kuren für an Mukoviszidose erkrankte Patienten unter dem Kassenzeichen: IK- Nr. 510916234 zu den bekannten Tagessätzen  geschlossen. Dies bedeutet, dass, wie bei jeder anderen Vereinbarung der Krankenkassen in Deutschland, jede Krankenkasse in Deutschland – nicht nur in Bayern – auf Grundlage dieser Vereinbarung eine Kur am Toten  Meer in Israel übernehmen kann. Bisher haben Krankenkassen aus ca. acht Bundesländern solche Kuren übernommen.

Grundlage dieser Vereinbarung ist aber, dass diese Kuren ausschließlich über das Büro von ip-connections ohg durchgeführt werden. Dies ist nötig, weil vor Antritt der Reha Sputumbefunde und aktuelle Laborberichte zur Qualitätssicherung und zur Vermeidung von Kreuzinfektionen erhoben werden müssen. Auch private Krankenkassen (u.a. die Beihilfe) haben – wenn auch eher selten – Kuren entsprechend genehmigt. Teilweise wird von den gesetzlichen Kassen auch ein Budget einer deutschen Kur für den Zeitraum von 3 Wochen zur Verfügung gestellt.Grundsätzlich abgelehnt werden diese Kuren leider bisher von den gesetzlichen Rentenversicherungen, da diese über eigene Reha-Zentren in Deutschland verfügen. Komplette Selbstzahler gibt es aus Kostengründen kaum, so  unterstützt seit 1996 die Christiane Herzog Stiftung und für bayerische Patienten auch cf-initiative-aktiv e.V. die Patienten mit Zuzahlungen, was für beide Organisationen einen erheblichen Einsatz finanzieller Mittel bedeutet.

cfia hätte diese Unterstützung alleine aus eigenen Mitteln niemals stemmen können, hätte es in den Jahren 2005/2006 über den Adventskalender von Sternstunden e.V. des Bayerischen Rundfunks nicht die großartige Hilfe mit 45.000 € und im Jahr 2007 eine weitere Unterstützung mit 35.000 € gegeben.  


Für diese große Unterstützung möchte ich Sternstunden an dieser Stelle nochmals im Namen unseres cfia-Vorstandes und vor allem unserer betroffenen Kinder von Herzen Vergelt’s Gott sagen. Außerdem danken wir Sternstunden für das große Verständnis, dass wir die Möglichkeit hatten, 2007 die Mittel über drei Jahre zu strecken, da die Krankenkassen in diesem Zeitraum erfreulicherweise für viele Patienten Finanzierungen der Reha-Maßnahmen übernommen hatten.  


Ein ebenso herzliches Danke gebührt an dieser Stelle auch unserem Rehazentrum am Toten Meer, dessen Mitarbeiter sich in vorbildlicher Weise unserer Patienten annehmen
und natürlich unserem Klimakur-Veranstalter ip connections ohg mit Ingrid Pierchalla und Bärbel Knepper. Zusätzlich zum großen Arbeitsaufwand mit der Reha-Abwicklung, die bei CF wahrlich aufwändig ist, engagieren sich beide Damen unermüdlich mit eigenen Benefizveranstaltungen und werben in ihrem privaten Familien- und Freundeskreis Spenden zur Finanzierung unserer Kuren ein.  

 


Überaus dankbar ist cfi-aktiv e.V. noch heute Christiane Herzog für ihr wunderbares CF-Engagement. Ihr Hauptziel, das sie immer vor Augen hatte war, alles Menschenmögliche zu tun, damit möglichst alle CF-Patienten den Tag X erleben, wenn CF behandelbar oder heilbar sein wird.  


 
Aus diesem Grund führen wir in ihrem Sinne die Klimatherapiekuren in den Wintermonaten weiter, auch wenn es für alle Beteiligten jedes Jahr aufs Neue einen immensen Kraftakt bedeutet. 

Henriette Staudter 
Vorsitzende cfi-aktiv e.V.

Münchener Str. 29
85290 Geisenfeld
henriette.staudter@cfi-aktiv.de



 

 

Leserbrief zur Klimatherapie Israel Familie Kehl
 

2009 wurde uns von einer Lungenfachklinik auf Borkum  4 Wochen vor Reha-Beginn der Aufenthalt verweigert. Unsere engagierte Krankenkassenmitarbeiterin hat vergeblich versucht, einen zeitnahen Reha-Platz in einer deutschen Klinik für unsere 10 jährige Tochter zu bekommen. Da alle Kliniken ausgebucht waren, wurde ein Reha-Aufenthalt am Toten Meer bewilligt.

Kurz vor Reha-Antritt ging es unserer Tochter sehr schlecht. Das Röntgenbild zeigte eine Atelektase im rechten Lungenmittellappen, intensivste KG wurde verordnet ohne Erfolg.
Ein Bronchoskopieversuch unserer Ambulanz brachte nur eine weitere Lungenverschlechterung.

 

Während des Aufenthaltes in Israel wurde unsere Tochter sehr gut betreut, sowohl ärztlich als auch krankengymnastisch. Nach dem 3 wöchigen Aufenthalt war die Lunge im Röntgenbild vollständig belüftet, also die Atelektase aufgelöst. In den folgenden Monaten erlebten wir einen stetigen Aufwärtstrend bezüglich der Lungenfunktionswerte und einen infektfreien Winter.

Eine derartig langanhaltende Verbesserung kennen wir von vormaligen Rehaaufenthalten in Deutschland nicht. Wir können jedem Patienten nur raten, selbst auszuprobieren, ob ein Reha Aufenthalt am Toten Meer eine Verbesserung bringt oder nicht. Soweit es möglich ist, werden wir in Zukunft immer eine Reha am Toten Meer einer deutschen Klinik vorziehen.

Mit freundlichen Grüßen
Renato Keel

 

Leserbrief / Gegendarstellung von Dr. Marco Harari  zum Artikel  "Klimatherapie am Toten Meer?" von Stephan Kruip, Muko-Info 1-2012 im Auftrag des "AK Reha des Mukovisidose e.V." 
 

- Titel "Komplementärmedizin" nicht korrekt; die medizinische Klimaheiltherapie am Toten Meer ist eine schulmedizinisch anerkannte Therapieform.

- Warum provoziert der Autor des Artikels mit einem Fragezeichen am Ende des Titels?

- Publikation Prof. Griese 2009: Die Kritik an der "mangelnden Qualität der Reha-Berichte" bezog sich vorrangig auf die Reha-Aufenthalte in Deutschland oder in der Schweiz: "Whereas lung function values frequently were not reported by the sites in Germany/Switzerland, weight was less frequently reported from the Israel site".
- Niemand erwartet bei einer so schweren Erkrankung WUNDER von einer CF-Reha "im Heiligen Land" - ausgenommen vielleicht die Menschen, die keine Ahnung haben vom Ablauf einer solchen Behandlung. Reha-Wunder waren und sind nie unser Ziel gewesen und wir verbitten uns diesen Zynismus im Zusammenhang mit der Durchführung seriöser Rehabilitation.

- Selbstverständlich muss eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse bei jeder Reha-Maßnahme im Einzelfall geklärt werden - so auch bei CF. Betonen möchten wir ausdrücklich, dass ausschließlich der immense Einsatz und die herausragende Kooperation der Firma ip-connections mit den Krankenkassen und mit unserem Center die Durchführung dieser besonderen Reha-Maßnahmen möglich gemacht hat. Ein "normaler" Reiseveranstalter kann die notwendige spezielle Organisation / Vorbereitung / Kooperation nicht leisten! 

- Bei der Wiedergabe des Erfahrungsberichtes der Familie Gerstner-Scheller bekommt man leicht den Eindruck, dass es den beiden Kindern in der Reha schlechter als je zuvor ging. Eine eindeutige Aussage zumindest am Ende, nämlich über eine Trendwende zum GUTEN! wäre angebracht und fair gewesen.

- Bezüglich der Anforderungskriterien potentieller Kostenträger lässt sich Folgendes anmerken: Patienten reisen an mit einer gesicherten Diagnose und mit aktuellen Laborwerten. Vor Ort sind alle Erfordernisse gewährleistet: Hygiene, kontinuierliche Schulung für das Behandlungsteam, Sporttherapie, Physiotherapie und Arztbereitschaft. 

 

- Die Wirksamkeit von klimatherapeutischen Reha-Aufenthalten am Toten Meer spricht für sich selbst - Patienten kommen seit vielen Jahren einmal jährlich für 3 Wochen zur Reha ans Tote Meer... und sicher nicht, weil sich ihre Hoffnungen hier "in Luft auflösen"!
Insgesamt sind wir von diesem unqualifizierten Artikel sehr negativ überrascht gewesen. Unseres Erachtens ist es nicht seriös, einen Artikel über das "Christiane Herzog Dead Sea Cystic Fibrosis Climate Therapy Centre" in Israel zu veröffentlichen, ohne vor Ort oder zumindest mit uns im Kontakt gewesen zu sein.
Wir bedauern das sehr, weil dieser Artikel ein falsches und negatives Bild von unserem Center darstellt, das absolut nicht den Tatsachen entspricht.

Ein Bokek - Israel, 16. April 2012

Unterschriften: 
Dr. med. Marco Harari, leitender Arzt am DMZ, Israel 
Irmgard Jahn, Administrative Klinikleitung am DMZ


Erklärung:
Dem DMZ (Deutsches Medizinisches Zentrum) ist das

"Christiane Herzog Dead Sea Cystic Fibrosis
Climate Therapy Centre" 

angeschlossen.

 

Kleine Wunder und viel Wunderbares am Toten Meer
 

In der letzten Muko.info wurde die Klimatherapie bzw. Rehamaßnahme am Toten Meer vorgestellt. Wir möchten diesen Bericht aus Patientensicht noch ergänzen.
Vielleicht ist die Klimatherapie in Ein Bokek in mancherlei Hinsicht nicht mit einer klassischen Rehabilitations-maßnahme in Deutschland vergleichbar. Es ist ein dreiwöchiger Aufenthalt, in einem Kur-Hotel mit einer kleinen dazugehörigen Haus-Klinik, die evtl. nicht büro-kratischen Reha-Richtlinien entspricht. Die Studien von Prof. Griese und Mitarbeiter können den Erfolg zahlenmäßig nur teilweise wiedergeben.
Aber man kann, insbesondere bei Mukoviszidose, nicht alles, was von Bedeutung ist, in Zahlen messen. Und es sind wahrlich nicht nur Einzelfälle, die von ihren Israel-Aufenthalten profitieren. Denn fast jeder, der einmal dort war, möchte wieder dorthin und versucht, dies regelmäßig möglich zu machen.

Ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal der Reha am Toten Meer ist der hohe Sauerstoffgehalt in der Atemluft bei 400 m unter dem Meeresspiegel, der es selbst Patienten mit schlechterer Lungenfunktion ermöglicht, Sport zu treiben, ohne von der Sauerstoffsättigung zu stark abzufallen. Der Tagesablauf ist dem einer deutschen Rehaklinik angepasst, tägliche Physiotherapieeinheiten sind Standard. Und dass dort zusätzlich andere Behandlungsansätze als von zuhause bekannt gewählt werden können, empfinden die meisten Patienten als absolute Bereicherung. Das tägliche Yoga-Programm fördert einen ganzheitlichen Muskelaufbau, führt zu einer deutlich besseren Beweglichkeit des gesamten Brust-korbes und kann im eigenen, angepassten Atemrhythmus durch-geführt werden. Zahlreiche sportliche Aktivitäten wie Beachvolleyball, Wandern, Tischtennis, etc. werden angeboten.

 

Unterzeichner:

Stephan Stohr, 
Richard Köhler, 
Simon Pflügl, 
Manon Eckert, 
Helga Berger, 
Jochen Hampl, 
Stella Carina Filippini, 
Sabrina Knopp, 
Dr. med. M. Harari, 
Imgard Jahn, 
Sabine Gelerstain, 
Amira Banai, 
Rachel Kleinman, 
Yardena Levi, 
Elena Ostermeier, 
Gerd u. Angelika Walter, 
Ingrid Pierchalla, 
Babs Knepper, 
Sandra Walter, 
Franz Sedlmaier, 
Baerbel Schoeneweiss, 
Angela Menikheim, 
Dirk Bader, 
Michaela Gerstner-Scheller, 
Robert u. Karl, Franz, Johannes Scheller, 
Monika u. Chiara Quiroz, 
Uta-Maria Kirchhof, 
Dr. Anna Elisabeth Vogl-Voswinkel, 
Miriam Dudda, 
Rosalie Keller, 
Andreas Ortlieb, 
Beatrice Ortlieb, 
Michael Staudter, 
Henriette Staudter
 

Angenehm wird die klinik-untypische Atmosphäre empfunden. In einem sympathischen Ambiente, in dem individuell auf den einzelnen Patienten eingegangen wird, vermischen sich Urlaubsgefühl und CF-spezifische Therapieformen. Patienten bekommen nie Zimmer zugewiesen, die in der laufenden Saison bereits von anderen CF`lern belegt wurden. Sie werden aufgrund ihrer Sputumbefunde im Vorausgehenden Jahr nach Keimen kohortiert (3-4 Befunde). Übliche Hygienestandards werden selbstverständlich eingehalten. Zu diesem Standard gehört auch, dass jeder Patient immer ein Einzelzimmer mit eigener Sanitäreinrichtung bewohnt.
Wochentags stehen ein Arzt und Schwestern zur Verfügung, alle deutschsprachig; für Notfälle und stationäre Aufenthalte Prof. Kerem in Jerusalem.

Die Verpflegung entspricht den Notwendigkeiten der Patienten. Frühstück, Mittag- und Abend-essen werden als Buffet angeboten und zur Zwischen-mahlzeit jeden Nachmittag Milchshakes und Obst serviert, was bei den Betroffenen regelmäßig zu einer Gewichts-zunahme führt.

Die "Flucht" aus der kalten Heimat führt bei den meisten Patienten zu deutlich weniger Infekten in der Folgezeit. Durch die intensive Sonneneinwirkung kommt es zu einer Erhöhung des Vitamin D-Spiegels, der das Immunsystem stärkt und den Knochenaufbau positiv beeinflusst.

Und genau aus diesen Gründen gibt es im gelobten Land eben doch sehr viele kleine Wunder und viel Wunderbares für uns Mukoviszidose-Patienten. Wir freuen uns jedenfalls schon auf die Saison 2012/13.

05. Juli 2012
Verfasser: Carsten Limmer, Dr. Andrea Harzer und Ruth Hüber

 

 

 

 

 

Prospektive Studie zum Download 2001/2002 (PDF)

Studie: 

*Stationäre Rehabilitation für Mukoviszidosepatienten am Toten Meer*
Leitung Prof. Dr. med. Matthias Griese, LMU München

Publikation zum Download 2010 (PDF)

Publikation: 

*Rehabilitationsprogramme für Mukoviszidose - Erfahrung eines Mukoviszidosezentrums*

Christiane Herzog Behandlungszentrum für Mukoviszidose, Dr. von Haunersches Kinderspital, 

Universität München, Lindwurmstr. 4, D-80337 München, Deutschland

Christiane Herzog Dead Sea CF-Climate Therapy Centre and German Medical Centre,
Dead Sea, Ein Bokek 86930, Israel

 

Veranstalter: ip connections ohg / München in Zusammenarbeit mit der Firma R&E Häckel GmbH, Deutsches Medizinisches Zentrum am Toten Meer und Häckel Reisen GmbH / Grünwald.